«Wir wollen transparent sein bis zum Kunden»

Dataphone hat die Ökoring Handels GmbH bei der Digitalisierung und Modernisierung des Lagerstandorts Mammendorf (D) unterstützt. Christoph Weigl, Geschäftsführer & Mitinhaber und Markus Queitsch, Geschäftsleitung & Mitinhaber, sprechen im Interview über die Einführung des Lagerverwaltungssystems (LVS) LOGIS und der Transportmanagementlösung HERMES.

Herr Weigl und Herr Queitsch, mit LOGIS und HERMES haben Sie das Lager- und Transportmanagement digitalisiert. Können Sie die Hauptvorteile der beiden neuen Systeme für die Ökoring zusammenfassen?

C. Weigl: Wir schonen die Umwelt merklich, denn wir müssen nicht mehr mit Papier arbeiten. Und wir sprechen von viel Papier: ungefähr 2'500 Doppelseiten Lieferscheinpapier an 7 Tagen die Woche und 365 Tagen im Jahr. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass uns LOGIS eine lückenlose Dokumentation der Chargen ermöglicht. Auf diese Transparenz sind wir im Austausch mit Kunden und Behörden absolut angewiesen. Dank des LOGIS Leitstands habe ich zudem stets den Überblick über mein Lager und die Prozesse, die gerade stattfinden. Es geht nichts verloren, alles wird dokumentiert.
M. Queitsch: Auch HERMES soll uns mittel- bis langfristig verschiedene Vorteile bringen. Zum einen das papierlose Arbeiten, zum anderen ein verlässliches Trackingsystem, das unser Kühlmonitoringsystem optimal ergänzt. Wir wollen transparent sein bis zum Kunden. Mit HERMES können wir den Übergabezeitpunkt unserer Ware genau belegen. Ökoring verwendet HERMES bislang als einziger Bio-Grosshändler in Deutschland.

Warum haben Sie sich für die Lösungen von Dataphone entschieden?

C. Weigl: Uns war bewusst, dass wir etwas ändern müssen: Mit Papier und Stift kommt man heute in der Lagerverwaltung nicht mehr weiter. Diverse Branchenkollegen arbeiteten bereits mit Dataphone zusammen, da haben wir uns bei ihnen informiert. Uns war wichtig, dass das Rad nicht zweimal erfunden wird und wir Synergien nutzen können.
M. Queitsch: Es ist von Vorteil, wenn sich die Branchen und damit auch unsere Mitbewerber und Kollegen auf ein System «einschiessen». Man kann sich wesentlich besser austauschen. Letztlich spielte für uns auch die räumliche Nähe eine Rolle – von Zürich nach München ist es nicht so weit.

LOGIS ist seit Herbst 2017 im Einsatz. Welche Verbesserungen konnten Sie seit der Einführung in Bezug auf Qualität (Fehlerrate), Leistung und Effizienz feststellen?

C. Weigl: Wir sind bedeutend effizienter geworden in der Kommissionierung und bezüglich unserer Pick-Leistung. Auch die Wareneinlagerung geht dank LOGIS nun sehr viel schneller. Die Zeit, die wir früher mit Suchen verbrachten, entfällt. LOGIS gibt vor, wo was hingestellt werden kann und unsere Mitarbeitenden nehmen die Vorschläge zumeist auch an (lacht). Fehlerraten gibt es zwar noch – auch ein Stück dem Faktor Mensch geschuldet.

Wie haben Ihre Mitarbeitenden auf die neuen Systeme reagiert?

C. Weigl: Wir haben uns alle insgesamt schnell an LOGIS gewöhnt. Unsere Mitarbeitenden hatten im Vorfeld die Möglichkeit, bei Branchenkollegen bereits in das System «reinzuschnuppern». Wir haben in einer Testumgebung ausserdem den Kommissionierprozess durchgespielt. Die meisten Mitarbeitenden waren also zumindest mit den Geräten vertraut. Von daher war das kein Sprung in das kalte Wasser.
M. Queitsch: Natürlich waren einige unserer Fahrer erst etwas skeptisch, aber letztlich ging auch die Einführung von HERMES ziemlich geräuschlos vonstatten. HERMES ist einfach gestrickt und leicht vermittelbar. Ausserdem bietet HERMES in Kombination mit dem iPhone als MDE den Vorteil der einfachen Anwendung. Die meisten unserer Fahrer sind sich den Umgang mit dem System und der Benutzeroberfläche bereits privat gewöhnt.

Sie erwähnen die iPhones. Gleichzeitig setzen Sie auch unsere Linea PRO Scanhüllen ein. Was gab für Sie den Ausschlag, auch in punkto Hardware auf Dataphone Lösungen zu setzen?

M. Queitsch: Wir haben dies auf Empfehlung von Dataphone gemacht und können ein bislang eher positives Fazit ziehen. Die Fahrer hatten, wie gesagt, den Dreh schnell raus und es brauchte keine zusätzlichen Spezialschulungen.

Was können Sie vom LOGIS Go-Live berichten?

C. Weigl: Der Go-Live war ziemlich hart – aber ich glaube, das gehört dazu (lacht). Wir haben uns schnell an die Geschwindigkeit gewöhnt. Innerhalb von 14 Tagen konnten wir schon alleine laufen.
M. Queitsch: Bei HERMES ging der Go-Live lockerer über die Bühne, da wir mit dem System schon vertraut waren. Wir haben zusätzlich einen Spezialisten mit an Bord geholt, der die Fahrer vorgängig schulte. Deshalb lief der kleinere HERMES-Go-Live relativ glimpflich ab. Die Daten standen schnell zur Verfügung und wir konnten bereits kurz nach dem Go-Live erste Auswertungen machen.

Welche Herausforderungen gilt es noch zu bewältigen?

C. Weigl: Wir müssen bei LOGIS intern noch einige Prozesse verbessern, zum Beispiel bei unseren Nachrüstaufträgen. Es sind noch nicht alle Lagerbereiche optimal strukturiert. Da haben wir noch Potenzial nach oben.
M. Queitsch: Wir kämpfen derzeit noch mit ein paar Kinderkrankheiten wie Wackelkontakten und Verbindungsproblemen, aber die werden wir in den Griff bekommen. Ein anderes Thema ist die veränderte, Arbeitsweise: Früher hielten wir alles schriftlich fest und gaben den Fahrern einen Zettel mit. Das war vermeintlich einfacher. Das Personal musste jetzt lernen, mit neuen Herausforderungen klarzukommen. Wir kommen in unserer Entwicklung nicht an der Technik vorbei.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

 

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